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IMDb-ID
tt0133093
TMDB-ID
TMDB: 603
Movie-ID
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Startdatum
Start: 21.09.2026 oder Start: 2026
Dauer
Dauer: 120 (Minuten)
Regie
Regie: Nolan
Drehbuch
Drehbuch: Nolan
Cast
Cast: Reeves

Bei Personensuchen erscheinen zuerst die Personen, darunter ihre passenden Filme und Serien.

Wichtig ist das der Name dennoch so komplett wie möglich geschrieben wird, da bei z.b. "Nolan" auch als Vorname existiert.

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Erwähnungen

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Benachrichtigungen

Quelle: themoviedb.org

Inhalt

Die 17-jährige Sara ist auf Klassenfahrt und verbirgt ein Geheimnis vor ihrem Umfeld. Als auf der Reise einiges aus dem Ruder läuft und Sara Zeugin der sexuellen Nötigung ihrer Freundin Lina wird, versuchen die beiden jungen Frauen, aus dem Kreislauf der Gewalt auszubrechen. Damit sind sie durch einen unwiderruflichen Pakt miteinander verbunden.

Quelle: themoviedb.org

Kritik

Schweigen, sexuelle Gewalt und die brüchige Solidarität unter Heranwachsenden stehen im unerbittlichen Fokus Kosara Mitićs harschen Debüt-Dramas. Darin wird der geschlossene Mikrokosmos einer Schülergruppe auf Klassenfahrt zum Miniatur-Modell einer patriarchalischen Gesellschaft, die insbesondere von jungen Frauen Duldsamkeit einfordert und Selbstbehauptung rigoros bestraft. Diese schmerzhafte Erfahrung macht auch die jugendliche Sara (Eva Kostić), die nach einem traumatischen Erlebnis ein folgenschweres Geheimnis mit sich trägt. Als ihrer Klassenkameradin Lina (Martina Danilovska) eine ähnliche Erfahrung droht, entschließt sich Sara zu handeln. 

Über die einschneidenden Konsequenzen dieses Entschlusses macht die mazedonische Regisseurin sich keine Illusionen. Die buchstäbliche Rape Culture, in der ihre verschlossene Protagonistin aufwächst, schafft soziale Schutzmechanismen für Täter während sie junge Mädchen gezielt ausliefert. Scham und Schuldzuweisungen schaffen ein Klima, in dem Verheimlichung für die Opfer mit Sicherheit gleichzusetzen ist, und erwachsene Unterstützung nicht existiert. Immer drastischer wird das Verhalten der Schulklasse auf der Fahrt nach Griechenland, ohne dass die Lehrkräfte ein Eingreifen für nötig halten.  

Die demonstrative Gleichgültigkeit der Betreuenden untermauert, dass die Problematik gewohnheitsmäßiger sexueller Übergriffe in tiefergehenden gesellschaftlichen Strukturen verankert ist. In ihren dokumentarisch anmutenden Nahaufnahmen verzichten die Regisseurin und Co-Drehbuchautor Ognjen Svilicic (Vater - Otac) weitgehend auf Stilmittel, um die Unmittelbarkeit der beklemmenden Lage zu betonen. Auch wenn diese dramatische Direktheit narrative Tiefe mitunter unterminiert, macht die unbequeme Bildsprache Saras Angst und die gesellschaftliche Verrohung greifbar. Naum Doksevskis körnige Kamerabilder bleiben nahe an der abweisenden Hauptfigur, deren Entschluss ein indirekter Appell innewohnt. 


Fazit

Getragen von einer eindrucksvollen Leistung Hauptdarstellerin Eva Kostićs schafft Kosara Mitić ein bedrückendes Diagramm psychischen Traumas und misogyner Machtgefälle. Präzise beobachtete Szenen manipulativer Machtausübung und normalisierter Übergriffigkeit entblößen ein System, das wegschaut statt schützt. Frei von Verklärung und Sensationslust zeigt die bittere episode die alltägliche Gewalt und den psychischen Druck, dem junge Mädchen wie die Hauptfigur ausgesetzt sind. Zwar tendiert die zweite Hälfte des stilsicheren Debüts mehr zu parabolischen Anklängen, die psychologische Entwicklungsprozesse bremsen, besticht das vielversprechende Debüt mit seiner formalen Konsequenz. 

Kritik: Lida Bach

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