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IMDb-ID
tt0133093
TMDB-ID
TMDB: 603
Movie-ID
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Startdatum
Start: 21.09.2026 oder Start: 2026
Dauer
Dauer: 120 (Minuten)
Regie
Regie: Nolan
Drehbuch
Drehbuch: Nolan
Cast
Cast: Reeves

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Erwähnungen

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Quelle: themoviedb.org

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Inhalt

Dänenprinz Hamlet muss vom Geist seines toten Vaters erfahren, dass dieser durch die Hand seines eigenen Bruders Claudius vergiftet wurde. Der Mörder hat inzwischen den Thron bestiegen und Hamlets Mutter Gertrude geheiratet. Schockiert täuscht Hamlet geistige Verwirrung vor, woraufhin seine Angebetete Ophelia Selbstmord begeht. Um den neuen König zu überführen, lässt Hamlet den Meuchelmord von Wanderschauspielern aufführen und löst eine Tragödie aus.
Quelle: themoviedb.org

Kritik

„Nach Gott hat Shakespeare am meisten geschaffen“, sprach Alexandre Dumas und tatsächlich beeinflusst der Dramatiker Künstler bis heute wie kein anderer. Seine Werke werden fast am Fließband adaptiert, neu gedacht und modernisiert. Jeder kennt zumindest die Namen seiner Stücke, die es an vielschichtigen Figuren nicht mangeln lassen. Gerade seine Dramen sind es, die eine gewisse Faszination auf Regisseure und Autoren ausüben. Die Ausweglosigkeit eines Macbeth etwa oder die innere Zerrissenheit eines Hamlet. Letzterem widmeten sich Meisterregisseure wie Laurence Olivier (Richard III), Kenneth Branagh (Henry V) oder Franco Zeffirelli (Romeo und Julia). Während Branagh die Urfassung eins zu eins auf die Leinwand überträgt, wägt Zeffirelli vorsichtig ab. Sein Hamlet aus dem Jahre 1990 ist auf 130 Minuten zurechtgestutzt. Natürlich fehlt dadurch einiges, doch zeichnet sich eine gelungene Buchadaption in der Kunst der Reduktion, der Besinnung auf das Wesentliche aus.

Hamlet macht dahingehend fast alles richtig. Die Grundkonstellation – Hamlet als unglücklicher und die Verschwörung witternder Thronerbe und sein Onkel als Usurpator – stimmt. Sämtliche Nebenrollen erfüllen ihren Zweck. Sie erreichen zwar nicht die Tiefe von Branaghs Adaption, trotzdem reicht es. Mit sicherer Hand führt das Drehbuch durch die Geschichte, seziert Hamlet als vom Verrat Besessenen und liebendem Sohn. Gerade das Zusammenspiel Mel Gibsons als Hamlet und Glenn Close als Hamlets Mutter ist beeindruckend. Übrigens: Die Schauspieler liegen in Wirklichkeit nur 11 Jahre auseinander – so viel zur Genderdebatte in Hollywood.

Lediglich die Figur der leidgeplagten Ophelia ist es, die Federn lassen muss. Das ist insofern schade, daHelena Bonham Carter eine berauschende Performance abliefert. In Zeffirellis Version des Stückes kommt die Beziehung zwischen ihr und Hamlet jedoch nicht zum Tragen. Die Liebe existiert bloß in Worten, erreicht den Zuschauer nicht. Das gleicht Zeffirelli mit einem authentischen Setting aus, das – eingebettet in karge Felslandschaften – Hamlets Wahn unterstreicht. So macht Shakespeare Spaß!

Fazit

Hamlet von Franco Zeffirelli ist für Puristen nicht genau genug. Jenen, die vor der vierstündigen Branagh-Fassung zurückschrecken, bietet sich hiermit aber eine gelungene Version der Geschichte an. Zumeist auf den Punkt, mit den Originalversen und Schauspielern, die sich in ihren Rollen verausgaben. Selbst der eigentlich limitierte Mel Gibson vermag Shakespeares Worten Leben einzuhauchen.

Kritik: Niklas N.

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