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IMDb-ID
tt0133093
TMDB-ID
TMDB: 603
Movie-ID
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Startdatum
Start: 21.09.2026 oder Start: 2026
Dauer
Dauer: 120 (Minuten)
Regie
Regie: Nolan
Drehbuch
Drehbuch: Nolan
Cast
Cast: Reeves

Bei Personensuchen erscheinen zuerst die Personen, darunter ihre passenden Filme und Serien.

Wichtig ist das der Name dennoch so komplett wie möglich geschrieben wird, da bei z.b. "Nolan" auch als Vorname existiert.

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Erwähnungen

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Quelle: themoviedb.org

Inhalt

Eine gewagte Mischung aus Gesellschaftskritik, Musik und popinspiriertem Surrealismus. Der Film thematisiert moderne Identitätspolitik, emotionale Entfremdung und den gesellschaftlichen Druck der Mutterschaft.

Quelle: themoviedb.org

Kritik

Sie wolle ihre Existenz nicht bewirtschaften, sagt die tanzende Titelfigur (Rosa Landers) zu einer Leidensgenossin in einer selbstgenügsamen Szene, die das kommerzielle Konzept Susanne Heinrichs ihres schein-sozialkritischen Singspiels konterkariert. Das kunsthandwerkliche Kalkül des manierierten Musicals über mittelständische Mutterschaft ist ebenso offensichtlich wie die Parallelen zum Leben der Autorin und Regisseurin. Sie positionierte sich bereits mit ihrem Spielfilm -Debüt Das melancholische Mädchen als privilegierte Projektionistin bildungsbürgerlicher Befindlichkeiten. Ging es in ihrer letzten Kino-Arbeit um den wohlständischen Weltschmerz finanziell abgesicherter Töchter, jammern vor der Kamera nun wohl situierte Mütter.

Zu jenen zählt auch Landers namenlose Protagonistin. Mal im Morgenmantel, mal im Bettdecken-Umhang, und vorzugsweise in rot ausdruckstanzt sie durch Miren Ollers knallfarbige Kulissen. Letzte sind zusammen mit Laura Yasemin Schäfflers verspielten Kostümen origineller als die neurotischen Nicht-Probleme, von denen Mama hier ein paar Liedchen singt. Ob sie arbeitet (als Autorin und Regisseurin) oder nicht, es nagt das Gewissen. Ob sie arbeitet oder nicht, sie hat ein schlechtes Gewissen, fragt sich, ob sie richtig erzieht, und fühlt sich brüskiert von der eigenen Mutter (Julia Klotz). 

Selbige ist genauso gut in Form und herausgeputzt wie Statistinnen-Mütter und die ach so tragische Titelheldin. Die beschwingt beklagte Mutter-Misere beeinträchtigt offenbar weder Körperform, noch Styling oder die gut gefüllte Geldbörse der Mutter und ihres grüngewandeten Gatten (Theo Colarusso). Selbst seine Unterstützung und Zuwendung hat die Musical-Mama, deren Situation selbst in der satirischen Überspitzung eher beneidens- als bedauernswert aussieht. Finanzielle Bedrängnis, Überlastung, Depression, auch nur die kleinsten körperlichen Symptome von Schwangerschaft und Stillzeit - nichts davon tangiert Heinrichs Protagonistin in ihrer weltfremden Wohlstands-Wehleidigkeit.

Fazit

Nach melancholischen Mädchen stilisiert Susanne Heinrich nun miserable Mütter zu Repräsentantinnen weiblichen Weltschmerzes. Selbiger ist das privielgienverwöhnte Pendant zum Puppenbaby der Protagonistin: ein kapitalistisches Kunstprodukt mit nur nomineller Beziehung zur Realität. „Die materialistisch-mittelständische Mutter“ wäre der passendere Titel für das Szenario, das gutbürgerliche weiße hetero-monogame Fidelität als universelle Identifikationsvorlage darstellt. Kunterbunte Kostüme und Kulissen in Kindergarten-Optik machen das larmoyante Liedersingen kaum kreativer. Das Gleiche gilt für die musikalische und tänzerische Begleitung der Songs, die so austauschbar bleiben wie faden Pointen. Als nächstes dann die renitente Rentnerin?

Kritik: Lida Bach

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