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IMDb-ID
tt0133093
TMDB-ID
TMDB: 603
Movie-ID
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Startdatum
Start: 21.09.2026 oder Start: 2026
Dauer
Dauer: 120 (Minuten)
Regie
Regie: Nolan
Drehbuch
Drehbuch: Nolan
Cast
Cast: Reeves

Bei Personensuchen erscheinen zuerst die Personen, darunter ihre passenden Filme und Serien.

Wichtig ist das der Name dennoch so komplett wie möglich geschrieben wird, da bei z.b. "Nolan" auch als Vorname existiert.

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Erwähnungen

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Quelle: themoviedb.org

Inhalt

Während des Bürgerkriegs in Virginia 1864: Der 13-jährige Waisenjunge Will liefert mit seinem Onkel Marcus geflohene Sklaven an den Kopfgeldjäger Burrell aus. Für die schwarzen Söldner ohne Moral zählt nur Geld, doch das ändert sich, als sie Nate ausfindig machen und Will an seiner Tätigkeit zweifelt.

Quelle: themoviedb.org

Kritik

Wanderung durch den Bürgerkrieg: Lyrische Gewissensreflexion in einem historischen Indie-Western-Drama, das Aufmerksamkeit verdient: Das Komplement pompöser Historienschinken findet sich in einem Low-Budget-Verbund aus Western, Road Movie und Coming of Age, dessen naturbelassene Art „Meek’s Cutoff“ näher steht als dem Hochglanzpathos eines „Glory“. Chris Eska, der in „August Evening“ auf den Spuren von Terrence Malicks Südstaatenfilmen wandelte, erschafft das Äquivalent einer William-Faulkner-Novelle mit emotionalem Widerhall.

In klaren, scharfen digitalen Herbst- und Winterbildern, die so kinotauglich sind wie die eindringliche Besetzung, widmet sich Eska in stiller Dramatik dem moralischen Erwachen und der Menschwerdung eines jungen entwurzelten Schwarzen, der zwar freigelassen ist, mental aber noch in Ketten lebt und sein eigenes Volk an brutale Weiße verrät. Die Sklaverei hat viele Familien zerrissen; auch er ist das traurige Produkt davon.

Kommt auf leisen Sohlen Seele und Herz näher

Will (Ashton Sanders) findet bei der Wanderung durch die Bürgerkriegsgebiete in Nate (Tishuan Scott, „Computer Chess“) eine Vaterfigur und einen Freund: Sie sinnieren über Fehler, die man begeht und ein Leben lang bedauert, auch wenn sie oft aus Zwangslagen entstehen. Doch man hat immer eine Wahl, was Eska sensibel, lakonisch, melancholisch und unsentimental ohne Historienpastiche, aber akkurat authentisch ausarbeitet.

Wiesen, Wälder und Sümpfe bilden eine idyllische, frugale Landschaft, in der der Blick nicht weiter als der Horizont der Protagonisten reicht, in der das Morbide und die Gefahr hinter dem nächsten Baum lauern, mitunter in Form eines Scharmützels.

Dies ist ein Gastbeitrag von Thorsten Krüger und kommsieh.de

Fazit

Das nie verurteilende Judas-Drama kommt auf leisen Sohlen Seele und Herz näher, als spukhafte Geschichte eine unprätentiöse, bescheidene Alternative zu „Der Butler“ und „12 Years a Slave“.

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