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So findest du deinen Titel

Einfach einen Titel oder Personennamen eingeben – auch Originaltitel funktionieren.

IMDb-ID
tt0133093
TMDB-ID
TMDB: 603
Movie-ID
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Startdatum
Start: 21.09.2026 oder Start: 2026
Dauer
Dauer: 120 (Minuten)
Regie
Regie: Nolan
Drehbuch
Drehbuch: Nolan
Cast
Cast: Reeves

Bei Personensuchen erscheinen zuerst die Personen, darunter ihre passenden Filme und Serien.

Wichtig ist das der Name dennoch so komplett wie möglich geschrieben wird, da bei z.b. "Nolan" auch als Vorname existiert.

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Erwähnungen

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Benachrichtigungen

Quelle: themoviedb.org

Inhalt

Tagelöhner rauchen mit Blick auf das Schwarze Meer, Handwerker räkeln sich auf dem Dach der beschädigten Kathedrale, ein Junge manövriert uns durch die sonnendurchfluteten Straßen und Hinterhöfe Odesas, während er von einer mittelgroßen Schokoladentorte zum Geburtstag und einem Job auf einem Kreuzfahrtschiff träumt. In diesen heiteren Alltag mischt sich Beklemmung, denn die Leerstellen – seien es die Löcher in den historischen Fassaden, die Abwesenheit von Familienangehörigen oder die Finsternis der Stromausfälle – machen die Allgegenwärtigkeit des Krieges viel erschütternder spürbar als sein trügerisch fernes Grollen.

Quelle: themoviedb.org

Kritik

Zum Geburtstag wolle er einen Schokoladenkuchen, erzählt der kleine Junge, den Eva Neymann (Wege Gottes) in der ersten Einstellung ihres dokumentarischen Stadtporträts ein wenig durch die Straßen begleitet. Einen riesengroßen Schokoladenkuchen, Mojitos, Pizza für alle. Es klingt nach gewöhnlichen Kinderwünschen - bis auf die Mojitos vielleicht. Doch an dem Schauplatz, den die Regisseurin mit ihrem Co-Kameramann Saša Orešković erkundet, sind diese Dinge noch weiter weg als die Schiffe, die sonst im Hafen von Odessa anlegen. 

Er möchte auf einem Kreuzfahrtschiff arbeiten, plappert der Junge weiter, einem Schiff mit blauem Segel. Dabei schaut er zum Horizont, der eben diese Farbe hat. Solche flüchtigen Momente der Alltagspoesie blitzen zwischen den Zeichen der Zerstörung. Zerbombte Häuser, dauernde Stromausfälle, aufgerissene Straßen mahnen an den tobenden Krieg. Bei einigen der Stadtbewohnenden schwören vergangene Schrecken herauf. Eine alte Frau berichtet im Wechsel aus Ukrainisch und Yiddish vom Holocaust, den sie überlebte: „Sie wollen uns töten.

Ein Mann im Stadtpark berichtet, er habe keine Angst vor dem Tod, und es klingt glaubhaft angesichts der Alltäglichkeit persönlicher Verluste. Eine aus Aserbaidschan geflohene Köchin hat einen Teil ihrer Familie verlorenen und verpflegt nun die Katzen, die durch jede Ecke der Stadt und des Films streunen. Die Tiere sind ein humorvolles Element, das ungefragt in die Inszenierung tappt. Eine Erinnerung an das Leben, das trotz allem weitergeht wie die urbane Routine.

Fazit

In ihrer dokumentarischen Hommage an Odessa überlässt Eva Neymann ganz der Hafenstadt und deren Menschen die Bühne. Ohne einordnenden Kommentar oder Texte formt sich der Charakter des geschichtsträchtigen Schauplatzes aus der Topographie und den eingestreuten Lebensberichten von berührender Offenheit. Die ausufernde Laufzeit führt jedoch auch zu viel Wiederholungen und Leerlauf zwischen den markanten Vignetten. Als flauschiges Füllmaterial dienen die streunenden Katzen. Ihre drolligen Aktionen balancieren die Tragik aus, aber verraten auch ein gewisses emotionales Kalkül.

Kritik: Lida Bach

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