Die ersten Reaktionen auf Alejandro G. Iñárritus neuen Film Digger sorgen für ein ungewöhnlich geteiltes Echo. Nachdem das Social-Media-Embargo gefallen ist, reichen die Einschätzungen von begeistertem Lob bis zu deutlicher Ernüchterung (siehe unten). Ein großer Teil der bislang veröffentlichten Stimmen fällt allerdings verhalten bis negativ aus. Einige Zuschauer*innen verteidigen die eigenwillige Mischung aus schwarzem Humor, Katastrophenfilm und Gesellschaftssatire dagegen mit Nachdruck.
Tom Cruise sorgt als exzentrischer Milliardär für Gesprächsstoff
Im Zentrum des Films steht Digger Rockwell, gespielt von Tom Cruise. Der Unternehmer hat durch seine Aktivitäten in Grönland eine gewaltige Umweltkatastrophe ausgelöst: Eine riesige Eismasse gerät in Bewegung und droht, eine Kettenreaktion mit verheerenden Folgen für Europa auszulösen. Iñárritu erzählt die Geschichte allerdings nicht als klassischen Katastrophenfilm, sondern verbindet das Szenario mit bissiger Satire und reichlich schwarzem Humor.
Cruise ist dabei von einem Ensemble umgeben, zu dem unter anderem Riz Ahmed als Wissenschaftler, Sandra Hüller als Diggers Halbschwester, John Goodman als US-Präsident sowie Sophie Wilde, Michael Stuhlbarg und Jesse Plemons gehören.
Für Warner ist der Film nicht nur wegen seiner prominenten Besetzung und Iñárritus Oscar-Vergangenheit ein wichtiger Titel. Der Film gehört zu den großen Prestigeprojekten des Herbstes und soll auch im kommenden Award-Rennen eine Rolle spielen. Entsprechend relevant dürfte das Abschneiden an den Kinokassen werden.
"Digger" muss an der Kinokasse einen hohen Berg erklimmen
Beim Budget gehen die Angaben allerdings auseinander. Warner soll die Produktionskosten mit rund 125 Millionen US-Dollar beziffern, während Branchenberichte von deutlich höheren Ausgaben sprechen. Puck News nennt zum Beispiel mehr als 180 Millionen US-Dollar als Budget. Gleichzeitig soll das aktuelle Tracking für das US-Startwochenende nur etwa 19 Millionen US-Dollar erwarten lassen. Das passt zum eher enttäuschenden Abschneiden des ersten Trailers.
Berichten zufolge müsste Digger weltweit mehr als 300 Millionen US-Dollar einspielen, um die Gewinnzone zu erreichen. Die internationalen Kritiken folgen am Dienstagabend - auch die von Moviebreak. Deutscher Kinostart ist der 1. Oktober.