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IMDb-ID
tt0133093
TMDB-ID
TMDB: 603
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Startdatum
Start: 21.09.2026 oder Start: 2026
Dauer
Dauer: 120 (Minuten)
Regie
Regie: Nolan
Drehbuch
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Cast
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Vitellone

Kritik von Vitellone

Gesehen: Juli, 2018

Hereditary, auf dem Sundance Film Festival zur alljährlichen Genrehoffnung erhoben und damit bereits im Vorfeld dazu verdammt, an seinen eigenen Erwartungen zu scheitern. Der gruseligste Horrorfilm des Jahrzehnts ließen frenetische Kritiker verlauten – und verfehlen damit eindrucksvoll den Kern der Sache. Von Beginn an wird der stark tragische Einschlag des Films spürbar, wenn auf einer Beerdigung Abschied von der Großmutter einer Familie genommen wird. Die Trauer ist jedoch von schwankender Natur, denn ihre Beziehung zu den einzelnen Familienmitgliedern war wechselhaft. Wie es der deutsche Beititel will, ist es ihr Vermächtnis, welches die Familie gleichermaßen physisch wie psychisch verfolgen wird. Immer wieder ist es vor allem das Gefühl von Trauer, welches Regiedebütant Ari Aster in ausschweifenden Szenen zum Ausdruck bringt. In Verbindung mit der dichten Atmosphäre, die sich über weite Strecken nur durch den beunruhigenden Soundtrack und quälende Kameraschwenks aufbaut ohne jemals Entladung zu finden, erschafft Hereditary emotional mitreißende Bildwelten, die den Betrachter alsbald gefangen nehmen. Da tut es der Wirkung des Films auch kaum einen Abbruch, dass Toni Collette im Zentrum die dramatischen Tiefen und Höhen des Werkes in ihrem Overacting nie vollends ausloten kann. Manche Wendungen wirken arg forciert, Genreerwartungen werden dabei – wie in letzter Zeit so oft – aber intelligent unterlaufen, was Hereditary in mehrerlei Hinsicht zu einem unorthodoxen Genrevertreter macht. Das Gruselfest für alle Sinne, welches sich viele enttäuschte Zuschauer erhofft haben, bleibt bis zum grandiosen Finale aus und kann auch dort nur seine Wirkung entfalten, wenn man durchgehend im Geschehen involviert bleibt. Dafür belohnt Hereditary aber auch mit eindringlichen Momenten, welche den individuellen Trauerprozess in ein übernatürlich entrücktes und verstörend andersartiges Gewand kleiden.

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