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IMDb-ID
tt0133093
TMDB-ID
TMDB: 603
Movie-ID
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Startdatum
Start: 21.09.2026 oder Start: 2026
Dauer
Dauer: 120 (Minuten)
Regie
Regie: Nolan
Drehbuch
Drehbuch: Nolan
Cast
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WilliamWhyler

Kritik von WilliamWhyler

Gesehen: September, 2026

Im australischen Actionthriller Seven Snipers muss die ehemalige Elite-Scharfschützin Kris Hendricks (Radha Mitchell) ihre Vergangenheit aus dem Ruhestand holen. Auf einer abgelegenen Farm im australischen Outback lebt sie mit ihrer Tochter Anja, als ein Vorbote des Warlords „The Dragon“ auftaucht. Kris weiß sofort, dass ihre Tarnung aufgeflogen ist. Also trommelt sie ihre alte Sniper-Truppe zusammen, um sich und ihre Tochter gegen den Mann zu verteidigen, der noch eine Rechnung mit ihr offen hat. Das klingt nach einer Mischung aus John Wick, Western und Computerspiel. Und tatsächlich fühlt sich Seven Snipers über weite Strecken eher wie ein PC-Game an, bei dem man selbst wahrscheinlich mehr Spaß hätte, als dabei zuzusehen, wie sich die Figuren gegenseitig durchs Zielfernrohr beobachten.
Regisseurin Sandra Sciberras hält das Ganze mit 87 Minuten angenehm kurz und konzentriert sich auf das Wesentliche: Farm, Gewehre, Tarnanzüge, Zielfernrohre und möglichst viele Möglichkeiten, jemanden aus großer Entfernung umzulegen. Die australische Landschaft liefert dabei immerhin eine überzeugende Kulisse. Die weiten Farmflächen und die Einsamkeit des Outbacks werden von Kameramann Andrew Conder ordentlich eingefangen. Das hat etwas von einem Western auf australischem Boden, nur dass hier statt Revolvern überwiegend Präzisionsgewehre zum Einsatz kommen. Gedreht wurde auf einer Farm außerhalb von Ipswich in Queensland.
Der eigentliche Trumpf des Films ist der Cast. Radha Mitchell trägt den Film mit einer angenehm abgeklärten Präsenz. Ihre Kris ist keine Superheldin, sondern eine Frau, die versucht hat, ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen und nun wieder zu dem Menschen werden muss, der sie einmal war. Viel Raum für Charakterentwicklung gibt das Drehbuch allerdings nicht her.
Tim Roth macht als „The Dragon“ das, was Tim Roth eben kann: Er steht herum, schaut böse und vermittelt dabei den Eindruck, dass gleich irgendetwas ziemlich Unangenehmes passieren könnte. Seine ruhige Bedrohlichkeit gehört tatsächlich zu den besseren Elementen des Films.
Und dann ist da Ioan Gruffudd, den ich zunächst fast nicht erkannt hätte. Als Milk gibt er den etwas menschlicheren Gegenpol innerhalb der Sniper-Truppe und bekommt zumindest ein wenig mehr Persönlichkeit zugestanden als die übrigen Teammitglieder. Der Rest des Kommandos bleibt eher Figureninventar: Da gibt es den Alten, den Jungen, den Coolen und die Menschen, die offensichtlich hauptsächlich dafür mitgebracht wurden, irgendwann aus dem Bild zu fallen.
Genau hier liegt das Problem des Films. Die Idee einer ehemaligen Eliteeinheit, die sich gegen einen gemeinsamen Gegner wieder zusammentut, hätte durchaus Potenzial. Stattdessen werden die Figuren überwiegend funktional durch die Handlung geschoben. Kaum hat man sich einen Namen gemerkt, kann das Zielfernrohr schon wieder auf ihn gerichtet sein. Auch dramaturgisch ist das ziemlich vorhersehbar. Die Action besteht dabei häufig aus langen Beobachtungsphasen, Schüssen aus der Ferne und anschließendem Positionswechsel.
Dabei ist Seven Snipers keineswegs komplett misslungen. Der Film weiß, was er sein will: ein kleiner, geradliniger australischer B-Actionthriller ohne Hollywood-Budget und ohne überflüssigen Ballast. Die Landschaften sehen gut aus, die Waffen dürfen ordentlich knallen und Tim Roth sowie Radha Mitchell verleihen dem ansonsten überschaubaren Material etwas Gewicht.
Nur reicht das eben nicht ganz. Zwischen Zielfernrohr, Farmzaun und australischem Weitwinkel verliert sich irgendwann auch die Spannung. Was als konzentrierter Sniper-Thriller beginnt, entwickelt sich zunehmend zu einem Schießstand mit Schauspielern.
Seven Snipers ist ein durchschnittlicher B-Movie, der mit einem sehenswerten Cast, schönen Naturaufnahmen und reichlich Zielfernrohr aufwartet. Radha Mitchell und Tim Roth retten einiges, Ioan Gruffudd sorgt für eine angenehme Überraschung. Die Figuren bleiben allerdings dünn, die Dramaturgie vorhersehbar und die Action wiederholt sich schneller, als einem lieb ist.


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