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IMDb-ID
tt0133093
TMDB-ID
TMDB: 603
Movie-ID
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Startdatum
Start: 21.09.2026 oder Start: 2026
Dauer
Dauer: 120 (Minuten)
Regie
Regie: Nolan
Drehbuch
Drehbuch: Nolan
Cast
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memorylab

Kritik von memorylab

Gesehen: April, 2022

Die Zelebrierung des Tons, der in all seinen Facetten vom Bewegbild nicht zu trennen sein wird. Regisseur Thomas Riedelsheimer begleitet dabei die fast gehörlose Percussionistin Evelyn Glennie beim Musizieren in Metropolen, auf dem Land und in Gebäuden rund um den Globus und porträtiert ihren Werdegang sowie ihre philosophisch-geprägte Wahrnehmung der Klänge. Die Tatsache der fast vollständigen Gehörlosigkeit erstaunt zu Beginn, doch im Verlauf des Dokumentarfilms zeigt sich, wie der übrig gebliebene Hörsinn durch die anderen Sinne aufgefangen und umfassender verarbeitet wird als bei einem normalen Menschen – das Interagieren mit den Vibrationen und das „Hören durch den Körper“ stehen dabei im Vordergrund. So wird zum Beispiel ein gewöhnlicher Spaziergang in einer belebten Straße Tokyos für sie zu einem einschüchternden Chaos durch unzählige Vermischungen von tiefklingenden Konversationen und Verkehrslärm.

Im Gegensatz zur generellen Funktion von Ton, der die Bedeutung eines Bildes auditiv meist unterstützt, ist dieser in Touch the Sound die Antriebsquelle. Die Bilder können sich spielend leicht einfügen, indem sie vom Klang umgarnt werden. Die Audioaufnahmen sind sehr sauber und präzise und entfalten eine versteckte Lebendigkeit in den Städten, die meistens im alltäglichen Stress untergeht. Jede Veränderung und Verzerrung der Form eines Gegenstands, die Mechanismen von großen Geräten, das Ausbreiten des Halls innerhalb eines verlassenen Kraftwerks und jede Materialart sind klar herauszuhören. Mit Rhythmen, Loops und eingestreuten Melodien erzeugen Ton und Bild einen hypnotischen Sog mit meditativer Wirkung. Diesen Dokumentarfilm sollte man sich unbedingt mit einer Stereoanlage oder auch mit guten Over-Ear-Kopfhörern anhören!

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