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Lohnt sich "Avengers: Endgame Encore"? Das steckt wirklich in der neuen Kinofassung

OnealRedux

Von OnealRedux

Quelle: Marvel
Bildnachweis: © Marvel Disney | Motiv von "Avengers 4: Endgame"

Sieben Jahre nach dem ursprünglichen Kinostart ist Avengers: Endgame zurück auf der großen Leinwand – diesmal allerdings mit neuem Material, das direkt auf Avengers: Doomsday vorbereitet. Wer deshalb auf einen grundlegend erweiterten Film hofft, sollte seine Erwartungen dämpfen: Der eigentliche Hauptfilm bleibt unverändert. Neu sind eine kurze Einführung, ein erweitertes Ende und mehrere Abspannszenen. Und ausgerechnet diese wenigen Minuten könnten für die Zukunft des MCU ziemlich wichtig werden.


Loki, Doctor Doom und der Zusammenbruch des Multiversums

SPOILER: Das größte neue Element wartet direkt am Ende. Nachdem Steve Rogers und Peggy Carter ihren bekannten Tanz miteinander teilen, klopft plötzlich Loki an der Tür. Offenbar handelt es sich um jene Version, die am Ende der zweiten Loki-Staffel zum Wächter des Multiversums wurde. Warum er Steve aufsucht, bleibt offen, doch dessen Aufenthalt in einer anderen Zeitlinie könnte mit den drohenden Inkursionen zusammenhängen.


Noch konkreter wird eine neue Mid-Credit-Szene: Bruce Banner versucht nach den Ereignissen von Spider-Man: Brand New Day, seinen Hulk wieder unter Kontrolle zu bekommen, als Doctor Doom auftaucht und ihn mitnehmen will. Nach einer kurzen Konfrontation bleibt lediglich ein mysteriöses magisches Symbol zurück. Damit könnte bereits vorbereitet werden, weshalb Hulk in Avengers: Doomsday möglicherweise zunächst nicht an der Seite seiner alten Mitstreiter steht.


Wer Endgame Extended in IMAX beziehungsweise Infinity Vision sieht, bekommt zusätzlich eine weitere Szene mit Mobius, Ouroboros und der TVA. Darin kollidieren immer mehr Parallelwelten miteinander – darunter Erde-10005, das Universum der früheren X-Men-Filme und Deadpool & Wolverine. Aus der bislang eher abstrakten Gefahr der Inkursionen wird damit erstmals eine unmittelbar sichtbare Katastrophe.


Also: Lohnt sich der erneute Kinobesuch?

Für Zuschauer, die auf eine echte Extended Edition mit zusätzlichen Szenen innerhalb des mehr als dreistündigen Films gehofft haben, eher nicht: Abseits des Endes und der Abspannszenen wurde Avengers: Endgame nicht erweitert. Das neue Material funktioniert vielmehr wie ein nachträglich angefügter Prolog zu Avengers: Doomsday.


Für MCU-Fans sieht die Sache deshalb interessanter aus. Die kleineren Auftritte und Erweiterungen von Figuren bieten einen kommenden Einblick in das, was wohl noch kommen wird. Mehr als kleine Szenen dürft ihr hier aber nicht erwarten. Das gleiche betrifft eine Post-Credit-Szene: Die bereits aus dem Original bekannten Hammerschläge werden nun mit Bildern einer geschmiedeten Metallmaske und schließlich Doctor Doom verbunden. Damit zieht Marvel bewusst eine Parallele zwischen Tony Stark und Victor von Doom – beide werden schließlich von Robert Downey Jr. verkörpert.


Unterm Strich ist Avengers: Endgame Encore damit weniger eine neue Fassung von Endgame als ein großes Doomsday-Preview. Wer den Film ohnehin noch einmal im Kino erleben möchte oder möglichst vollständig auf Avengers: Doomsday vorbereitet sein will, bekommt tatsächlich relevantes neues Material. Wer dagegen auf zahlreiche zusätzliche Szenen oder eine spürbar veränderte Version des eigentlichen Films gehofft hat, kann sich den erneuten Kinobesuch sparen.

Möchtest du mehr wissen? Marvel Studios haben ersten vollwertigen Trailer zu "Avengers: Doomsday" veröffentlicht:
Marvel Studios haben ersten vollwertigen Trailer zu "Avengers: Doomsday" veröffentlicht moviebreak.de

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